- Bundesweit bleiben die Kaufpreise gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert: Einfamilienhäuser 0,0 %, Eigentumswohnungen +0,2 %.
- Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein konstantes Preisniveau mit +0,2 % bei Einfamilienhäusern und +0,5 % bei Eigentumswohnungen.
- In den Großstädten bleibt die Entwicklung regional unterschiedlich, während sich der Gesamtmarkt weiterhin robust zeigt.
- Der Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen bleibt mit bundesweit -5,3 % vergleichsweise gering.
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland zeigen auch im September nur geringe Veränderungen. Die Preise für Einfamilienhäuser bleiben gegenüber August bundesweit unverändert, Eigentumswohnungen legen leicht um +0,2 % zu. Auch im Jahresvergleich sind die Bewegungen überschaubar: Einfamilienhäuser kosten +0,2 % mehr als im September 2025, bei Eigentumswohnungen beträgt das Plus +0,5 %. Damit setzt sich die ruhige Entwicklung der vergangenen Monate fort.

„Die aktuellen Zahlen zeigen einen Kaufimmobilienmarkt ohne größere Ausschläge“, sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Bundesweit sehen wir weder deutliche Bewegungen nach oben noch nach unten. Dieses vergleichsweise konstante Preisniveau beobachten wir nun bereits seit mehreren Monaten.“
Einfamilienhäuser: Auch in den Metropolen wenig Bewegung
Gegenüber dem Vormonat verändern sich die Kaufpreise für Einfamilienhäuser in den betrachteten Großstädten überwiegend nur geringfügig. Köln verzeichnet mit +0,1 % als einzige Stadt ein leichtes Plus. In Frankfurt am Main, Leipzig und München bleiben die Preise unverändert. Düsseldorf und Hamburg geben jeweils um -0,1 % nach, Berlin und Stuttgart um jeweils -0,4 %.
Im Jahresvergleich zeigt sich ein stärker differenziertes Bild. Düsseldorf verzeichnet mit +2,3 % den stärksten Zuwachs, gefolgt von Hamburg (+1,9 %) und Köln (+1,0 %). In Berlin (-1,0 %), Leipzig (-1,7 %), Frankfurt am Main (-2,7 %), München (-3,9 %) und Stuttgart (-4,8 %) liegen die Preise unter dem Vorjahresniveau. Damit setzt sich das bereits in den Vormonaten beobachtete Bild fort, dass sich der bundesweite Markt mit +0,2 % im Jahresvergleich positiver entwickelt als eine Reihe der separat betrachteten Großstädte.

Eigentumswohnungen: Geringe Ausschläge in beide Richtungen
Auch bei Eigentumswohnungen fallen die Veränderungen gegenüber August überschaubar aus. München verzeichnet mit +0,2 % den einzigen Anstieg. In Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart bleiben die Preise unverändert. Hamburg (-0,1 %), Düsseldorf (-0,2 %), Berlin (-0,3 %) und Leipzig (-0,5 %) geben moderat nach.
Auch bei Eigentumswohnungen fallen die Veränderungen gegenüber August überschaubar aus. München verzeichnet mit +0,2 % den einzigen Anstieg. In Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart bleiben die Preise unverändert. Hamburg (-0,1 %), Düsseldorf (-0,2 %), Berlin (-0,3 %) und Leipzig (-0,5 %) geben moderat nach.

Angebots- und Kaufpreise: Preisvorstellungen bleiben nah beieinander
Auch die Differenz zwischen Angebotspreisen und tatsächlich realisierten Kaufpreisen bleibt vergleichsweise konstant. Bundesweit liegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen durchschnittlich 5,3 % unter den Angebotspreisen. Damit bleibt der Spielraum zwischen Preisvorstellung und tatsächlichem Abschluss weiterhin überschaubar.
Regional reicht die Spanne von nahezu keinem Unterschied in Leipzig bis zu -7,7 % in Hamburg. In Köln beträgt der Abstand -6,9 %, in München -5,5 % und in Frankfurt am Main -4,6 %. Berlin (-3,3 %) und Düsseldorf (-2,8 %) weisen geringere Differenzen auf.

Datengrundlage
Für die aktuelle Analyse wurden 1.587.890 Angebotspreise und 362.457 Kaufpreise ausgewertet.
MethodikDie Analyse basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Volumen neu abgeschlossener Wohnungsbaukredite an private Haushalte. Der von Sprengnetter entwickelte Marktaktivitätsindex bereinigt diese Volumina um die Entwicklung der Immobilienpreise und ermöglicht so einen Vergleich der realen Marktaktivität am Wohnimmobilienmarkt. Basiswert des Index ist Januar 2023 (=100).


