- Kaufpreise verändern sich gegenüber dem Vormonat kaum: Einfamilienhäuser 0,0 %, Eigentumswohnungen +0,1 %.
- Im Jahresvergleich steigen die Preise bundesweit um +1,4 % bei Einfamilienhäusern und um +1,1 % bei Eigentumswohnungen.
- In mehreren großen Städten liegt die Preisentwicklung unter dem bundesweiten Trend.
- Der Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen bleibt mit 5,5 % nahezu konstant.
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland bewegen sich auch im August nur wenig. Gegenüber dem Vormonat bleiben die Preise für Einfamilienhäuser bundesweit unverändert. Eigentumswohnungen verteuern sich um +0,1 %. Im Vergleich zum August 2025 liegen die Kaufpreise für Einfamilienhäuser +1,4 % höher, bei Eigentumswohnungen beträgt das Plus +1,1 %.

„Auch im August sehen wir bundesweit nur geringe Preisbewegungen“, sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Die Kaufpreise haben sich damit über mehrere Monate auf einem stabilen Niveau entwickelt. Auffällig bleibt der Unterschied zwischen dem Gesamtmarkt und einigen großen Städten, in denen die Preise teilweise noch unter dem Vorjahresniveau liegen.“
Einfamilienhäuser: Monatsbewegungen bleiben gering
Bei Einfamilienhäusern verändern sich die Preise gegenüber dem Vormonat in den betrachteten Großstädten nur wenig. Düsseldorf verzeichnet ein Plus von +0,2 %, Köln von +0,1 %. In Hamburg bleiben die Preise unverändert. In Berlin, München und Stuttgart sinken sie jeweils um -0,1 %, in Frankfurt am Main und Leipzig um -0,2 %. Im Jahresvergleich zeigt sich ein gemischtes Bild. Die höchsten Zuwächse verzeichnen Hamburg mit +2,9 % und Düsseldorf mit +2,1 %. In Leipzig liegen die Preise mit +0,2 % ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau.
In den übrigen betrachteten Städten liegen die Kaufpreise unter dem Niveau von August 2025. In Berlin beträgt der Rückgang -0,2 %, in Köln -0,7 % und in Frankfurt am Main -3,5 %. Die größten Abschläge zeigen sich in Stuttgart mit -4,5 % und München mit -4,9 %.

Eigentumswohnungen: Auch hier kaum Bewegung zum Vormonat
Bei Eigentumswohnungen fallen die Veränderungen gegenüber dem Vormonat ebenfalls gering aus. München verzeichnet mit +0,3 % den höchsten Anstieg, gefolgt von Stuttgart mit +0,1 %. In Frankfurt am Main und Hamburg bleiben die Preise unverändert. In Düsseldorf und Köln sinken sie jeweils um -0,1 %, in Berlin um -0,3 % und in Leipzig um -0,4 %.
Im Jahresvergleich liegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bundesweit +1,1 % über dem Vorjahresniveau. Unter den betrachteten Großstädten verzeichnen Düsseldorf und Hamburg mit jeweils +1,0 % die höchsten Zuwächse. In Köln liegen die Preise +0,9 %, in Leipzig +0,7 % und in München +0,1 % über dem Vorjahreswert. Rückgänge zeigen sich in Frankfurt am Main mit -1,1 %, Stuttgart mit -1,6 % und Berlin mit -2,3 %.

Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen bleibt nahezu konstant
Der Abstand zwischen den angebotenen und den tatsächlich realisierten Preisen für Eigentumswohnungen verändert sich im August nur geringfügig. Bundesweit liegen die Kaufpreise im Durchschnitt 5,5 % unter den Angebotspreisen. Im Juli hatte die Differenz 5,4 % betragen.
Regional reicht der Abstand von nahezu keinem Unterschied in Leipzig bis zu 7,1 % in Stuttgart. In Köln liegen die Kaufpreise durchschnittlich 7,0 % unter den Angebotspreisen, in Hamburg 6,9 %, in München 5,9 % und in Frankfurt am Main 5,6 %. Für Berlin beträgt der Abstand 4,1 %, für Düsseldorf 2,0 %. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sinken bundesweit gegenüber dem Vormonat um -0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen sie -0,7 % niedriger.

Datengrundlage
Für die aktuelle Analyse wurden 1.555.771 Angebotspreise und 358.954 Kaufpreise ausgewertet.
Baufinanzierungen: Marktaktivität bleibt trotz monatlicher Schwankungen stabil
Das Volumen privater Baufinanzierungen ist im August nach dem deutlichen Anstieg im Juli wieder zurückgegangen. Nach 21,675 Mrd. Euro im Juli wurden im August 17,891 Mrd. Euro neu vergeben – ein Rückgang von 17,5 Prozent. Im Vergleich zum August 2025 liegt das Finanzierungsvolumen 4,5 Prozent niedriger. Der Rückgang gegenüber Juli ist dabei auch vor dem Hintergrund des Ferienmonats August einzuordnen. Insgesamt bewegt sich das Finanzierungsvolumen weiterhin in einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr. Auch der um die Preisentwicklung bereinigte Marktaktivitätsindex spiegelt den Rückgang wider: Nach 170,1 Punkten im Juli liegt er im August bei 143,6 Punkten.
„Die einzelnen Monatswerte bei den Baufinanzierungen schwanken derzeit vergleichsweise stark. Entscheidend ist deshalb weniger die Bewegung eines einzelnen Monats als das Gesamtbild“, so Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Das Finanzierungsvolumen bewegt sich weiterhin ungefähr auf Vorjahresniveau. Zusammen mit den seit mehreren Monaten weitgehend stabilen Immobilienpreisen spricht das für eine Stabilisierung der Marktaktivität.“

MethodikDie Analyse basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Volumen neu abgeschlossener Wohnungsbaukredite an private Haushalte. Der von Sprengnetter entwickelte Marktaktivitätsindex bereinigt diese Volumina um die Entwicklung der Immobilienpreise und ermöglicht so einen Vergleich der realen Marktaktivität am Wohnimmobilienmarkt. Basiswert des Index ist Januar 2023 (=100).


