- Kaufpreise bewegen sich gegenüber dem Vormonat leicht: +0,3 % bei Einfamilienhäusern und +0,1 % bei Eigentumswohnungen.
- Im Jahresvergleich steigen die Preise für Einfamilienhäuser bundesweit um +0,6 %, für Eigentumswohnungen um +1,2 %.
- Der bundesweite Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen verringert sich weiter auf 5,4 %.
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland bleiben auch im Juli stabil. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich Einfamilienhäuser bundesweit um +0,3 %, Eigentumswohnungen um +0,1 %. Im Jahresvergleich zeigt sich ebenfalls nur eine geringe Aufwärtsbewegung: Einfamilienhäuser liegen +0,6 % über dem Vorjahresniveau, Eigentumswohnungen +1,2 %.

„Die Konstanz am Kaufmarkt setzt sich auch im Juli fort“, so Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Seit mehreren Monaten sehen wir bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen nur geringe Preisbewegungen. Der Markt hat sich damit auf einem weitgehend stabilen Niveau eingependelt.“
Großstadtvergleich Einfamilienhäuser: Fünf von acht Metropolen unter Vorjahresniveau
Im Jahresvergleich der Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern liegt Leipzig mit einem Plus von 3,3 % an der Spitze, knapp vor Hamburg (+3,1 %) und Düsseldorf (+1,7 %). In fünf der acht betrachteten Metropolen liegen die Kaufpreise dagegen auf oder unter dem Vorjahresniveau: Berlin (-0,6 %), Köln (-1,7 %), Frankfurt am Main (-3,7 %), München (-4,3 %) und Stuttgart (-5,1 %). Damit entwickelt sich ein Großteil der betrachteten Metropolen schwächer als der bundesweite Markt (+0,6 %).

Großstadtvergleich Eigentumswohnungen: Leipzig mit stärkstem Jahresplus
Bei den Eigentumswohnungen verzeichnet Leipzig im Jahresvergleich mit +1,9 % das stärkste Preiswachstum. Dahinter folgen Köln (+1,8 %), Düsseldorf (+1,6 %) und Hamburg (+1,5 %). Frankfurt (-0,5 %), Berlin (-1,7 %) und Stuttgart (-1,6 %) liegen unter dem Vorjahresniveau, München bewegt sich mit -0,2 % nahezu seitwärts.

Angebots- und Transaktionspreise: Preisschere schließt sich weiter
Die Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen verringert sich bundesweit erneut und liegt aktuell bei 5,4 %. Im Vormonat waren es noch 5,6 %, im Mai 5,8 %. Käufer und Verkäufer kommen sich bei ihren Preisvorstellungen damit weiter näher. Regional bleibt das Bild unterschiedlich: In Leipzig liegen Angebots- und Kaufpreise rechnerisch nahezu auf gleichem Niveau, während Köln mit einem Abschlag von 7,5 % den größten Verhandlungsspielraum unter den betrachteten Metropolen aufweist.
„Die Kaufpreise bewegen sich derzeit nur wenig und gleichzeitig schließt sich die Schere zwischen Angebots- und tatsächlichen Kaufpreisen weiter“, so Sauerborn. „Mit bundesweit 5,4 % fällt der durchschnittliche Verhandlungsspielraum inzwischen nochmals geringer aus als in den Vormonaten.“

Datengrundlage
Für diese Analyse wurden 1.543.905 Angebotspreise und 362.546 Kaufpreise ausgewertet.
Baufinanzierungen: Finanzierungsaktivität zieht weiter an
Das Volumen privater Baufinanzierungen hat sich nach den niedrigeren Werten der beiden Vormonate weiter erholt. Im Juni 2026 lag das Volumen bei 19,78 Mrd. Euro und damit 14,9 % über dem Vormonat. Im Juli legte es nochmals um 9,5 % auf 21,67 Mrd. Euro zu. Damit wurde der bereits im Juni beobachtete Erholungstrend fortgesetzt. Das Juli-Volumen liegt zugleich auf dem viert höchsten Niveau seit 2023.
Im Jahresvergleich bleibt das Finanzierungsvolumen allerdings leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Juli 2026 lag es 3,6 % unter dem Wert von Juli 2025. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch der Vorjahresmonat bereits ein außergewöhnlich hohes Finanzierungsvolumen aufwies.

„Das Volumen an privaten Baufinanzierungen hat sich wieder gefangen und liegt im Juli sogar auf dem viert höchsten Wert seit 2023“, so Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert ist vor dem Hintergrund des bereits sehr hohen Niveaus im Juli 2025 einzuordnen. Insgesamt passen die aktuellen Zahlen gut in das Bild einer Stabilisierung der Marktaktivität, das auch die Entwicklung der Immobilienpreise signalisiert.“
MethodikDie Analyse basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Volumen neu abgeschlossener Wohnungsbaukredite an private Haushalte. Der von Sprengnetter entwickelte Marktaktivitätsindex bereinigt diese Volumina um die Entwicklung der Immobilienpreise und ermöglicht so einen Vergleich der realen Marktaktivität am Wohnimmobilienmarkt. Basiswert des Index ist Januar 2023 (=100).


