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Mai-Analyse: Wenig Bewegung bei den Kaufpreisen

Kaufpreisanalyse Mai 2026

 

  • Wohnimmobilienpreise entwickeln sich im Monatsvergleich um +0,1 % bei Einfamilienhäusern und +0,1 % bei Eigentumswohnungen.
  • Im Jahresvergleich liegen die Preise für Einfamilienhäuser +1,4 % höher und für Eigentumswohnungen +1,3 %.
  • Der bundesweite Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen bleibt gegenüber dem Vormonat mit -5,8 % im Mittel konstant.

Die Kaufpreisentwicklung für Wohnimmobilien in Deutschland hat sich gegenüber den Vormonaten deutlich beruhigt. Im Monatsvergleich legten Einfamilienhäuser um +0,1 % zu, Eigentumswohnungen ebenfalls um +0,1 %. Im Jahresvergleich zeigt sich die Abschwächung noch klarer: Bei Einfamilienhäusern liegt das Plus nur noch bei +1,4 %, bei Eigentumswohnungen bei +1,3 %.

 

Kaufpreisanalyse ETW und EFH Mai 2026

 

„Die Preisdynamik hat sich im Mai spürbar weiter abgeschwächt“, so Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Was sich bei den Eigentumswohnungen bereits im Vormonat angedeutet hat, setzt sich nun auch bei den Einfamilienhäusern fort.“

 

Großstadtvergleich Einfamilienhäuser: Leipzig bleibt klar vorne
Im Jahresvergleich der Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern liegt Leipzig mit einem Plus von 6,4 % weiterhin deutlich an der Spitze. Es folgen Hamburg (+1,9 %) und Düsseldorf (+0,9 %). Berlin (-1,6 %), Frankfurt am Main (-2,3 %), München (-2,8 %) und Stuttgart (-4,7 %) liegen im Minus. Köln bewegt sich mit 0,0 % exakt seitwärts.

 

Kaufpreisentwicklung Einfamilienhäuser Mai 2026

 

Großstadtvergleich Eigentumswohnungen: Uneinheitliches Bild
Bei den Eigentumswohnungen verzeichnet Hamburg im Jahresvergleich mit +3,9 % das stärkste Preiswachstum. Dahinter folgen Leipzig (+2,8 %), Köln (+2,5 %), Düsseldorf (+1,7 %) sowie Frankfurt und München (je +1,0 %). Berlin (-0,3 %) und Stuttgart (-1,9 %) liegen weiterhin unter dem Vorjahresniveau.

 

Kaufpreisentwicklung Eigentumswohnungen Mai 2026

 

 

Angebots- und Transaktionspreise: Weniger Spielraum bei Preisverhandlungen
Während sich die Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen gegenüber dem Vormonat bundesweit kaum verändert hat und weiterhin bei -5,8 % liegt, zeigt der Jahresvergleich eine andere Entwicklung. Im Mai 2025 betrug der Abstand noch -6,9 %.

 

Regional bleibt das Bild unterschiedlich: In Leipzig liegen Angebots- und Kaufpreise rechnerisch nahezu auf gleichem Niveau, während Köln mit einem Abschlag von -8,2 % weiterhin den größten Verhandlungsspielraum aufweist.

 

Transaktionsdifferenz Eigentumswohnungen Mai 2026

 

„Da sich auch die Kaufpreise derzeit nur wenig verändern, bleibt der bundesweite Verhandlungsspielraum mit 5,8 % folgerichtig ebenfalls stabil“, so Sauerborn.

 

Datengrundlage
Für diese Analyse wurden 1.502.524 Angebotspreise und 351.756 Kaufpreise ausgewertet.

 

 

Baufinanzierungen: Volumen bleibt auf hohem Niveau

  • Nach dem Rekordmonat März bleibt das Volumen privater Baufinanzierungen im April auf hohem Niveau.
  • Die neu abgeschlossenen Baufinanzierungen privater Haushalte liegen mit 21,19 Milliarden Euro erneut oberhalb der Marke von 20 Milliarden Euro.

Der von Sprengnetter entwickelte Marktaktivitätsindex zeigt auch im April trotz gestiegener Baufinanzierungszinsen ein weiterhin hohes Aktivitätsniveau am Kaufmarkt. Zwar liegt das Volumen privater Wohnungsbaukredite unter dem außergewöhnlich starken Märzwert, dennoch bleibt der Index auf einem hohen Niveau.

 

 

Baufinanzierungsvolumen April 2026

 

„Die Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Kaufinteressierte ihre Entscheidungen nicht allein von kurzfristigen Zinsbewegungen abhängig machen. Solange die Bauzinsen nicht deutlich weiter steigen, spricht vieles für eine anhaltend hohe Marktaktivität in den kommenden Monaten“, sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter.

 

Marktaktivität bleibt auf erhöhtem Niveau

Mit 21,19 Milliarden Euro erreicht das Finanzierungsvolumen den zweithöchsten Wert seit Juli 2025. Der Sprengnetter-Index liegt bei 172 Punkten. Gegenüber dem Vormonat, wo der Index bei 194 Punkten lag, entspricht das einem Rückgang von 12,3 Prozent. Im Jahresvergleich ist der Index leicht niedriger (-1,4 Prozent).

Die Baufinanzierungszinsen für Darlehen mit zehnjähriger Sollzinsbindung stiegen zwischen Mitte März und Mitte April von rund 3,7 Prozent auf etwa 3,9 Prozent.

 

Methodik

Die Analyse basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Volumen neu abgeschlossener Wohnungsbaukredite an private Haushalte. Der von Sprengnetter entwickelte Marktaktivitätsindex bereinigt diese Volumina um die Entwicklung der Immobilienpreise und ermöglicht so einen Vergleich der realen Marktaktivität am Wohnimmobilienmarkt. Basiswert des Index ist Januar 2023 (=100).

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