- Gegenüber dem Vormonat entwickeln sich die Wohnimmobilienpreise weiterhin seitwärts: +0,2 % bei Einfamilienhäusern, 0,0 % bei Eigentumswohnungen.
- Im Jahresvergleich steigen die Preise für Einfamilienhäuser bundesweit um +1,4 %, für Eigentumswohnungen um +1,0 %.
- Der Abstand zwischen Angebots- und Kaufpreisen verringert sich weiter auf 5,6 %.
- Leipzig bleibt bei Einfamilienhäusern die dynamischste Metropole, Hamburg
Die Kaufpreisentwicklung für Wohnimmobilien bleibt verhalten: Während sich die Preise für Einfamilienhäuser bundesweit um +0,2 % entwickeln, bleiben die für Eigentumswohnungen unverändert. Im Jahresvergleich zeigt sich ein Wachstum von +1,4 % für Einfamilienhäuser und +1,0 % für Eigentumswohnungen.

„Die Kaufpreise bewegen sich nun bereits seit mehreren Monaten nahezu seitwärts“, so Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei Eigentumswohnungen sehen wir derzeit eine Phase der Marktstabilisierung mit nur noch geringen Preisbewegungen.“
Großstadtvergleich Einfamilienhäuser: Leipzig bleibt an der Spitze
Leipzig liegt mit einem Plus von 5,5 % weiterhin deutlich an der Spitze bei der Kaufpreisentwicklung für Einfamilienhäuser. Es folgen Hamburg (+2,8 %) sowie Düsseldorf (+0,9 %). Niedrigere Kaufpreise verzeichnen hingegen Berlin (-1,2 %), Köln (-1,3 %), München (-2,4 %), Frankfurt am Main (-3,3 %). In Stuttgart haben die Kaufpreise sogar um über 5 % nachgelassen (-5,3 %).

Großstadtvergleich Eigentumswohnungen: Hamburg bleibt vorn
Bei den Eigentumswohnungen verzeichnet Hamburg im Jahresvergleich mit +2,9 % das stärkste Preiswachstum. Dahinter folgen Köln (+2,5 %), Leipzig (+2,1 %), Düsseldorf (+1,5 %), Frankfurt (+0,9 %) und München (+0,3 %). Unter dem Vorjahresniveau liegen Berlin (-0,9 %) und Stuttgart (-1,5 %).

Verhandlungsspielraum nimmt weiter ab
Die Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen ist gegenüber dem Vormonat erneut leicht zurückgegangen und liegt bundesweit nun bei -5,6 %. Käufer und Verkäufer nähern sich damit weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Entwicklung noch deutlicher aus: Im Juni 2025 lag der bundesweite Abschlag noch bei rund -6,8 %. Regional bleibt das Bild unterschiedlich. In Leipzig liegen Angebots- und Kaufpreise rechnerisch weiterhin nahezu auf gleichem Niveau, während Köln mit einem Abschlag von -7,6 % den größten Verhandlungsspielraum aufweist.
„Da sich auch die Kaufpreise derzeit nur wenig verändern, bleibt der Immobilienmarkt insgesamt stabil. Gleichzeitig zeigt die weiter sinkende Differenz zwischen Angebots- und Kaufpreisen, dass sich Käufer und Verkäufer zunehmend auf gemeinsame Preisvorstellungen verständigen“, so Christian Sauerborn.

Datengrundlage
Für diese Analyse wurden 1.518.807 Angebotspreise und 354.781 Kaufpreise ausgewertet.
Baufinanzierungen: Rückgang nach außergewöhnlich starkem März
Das Volumen neu vergebener Baufinanzierungen lag im Mai 2026 bei 17,22 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Rückgang um 18,8 %, im Vergleich zum Mai 2025 liegt das Volumen 13,4 % niedriger.

„Der Rückgang fällt ungewöhnlich deutlich aus, sollte jedoch nicht überinterpretiert werden“, so Sauerborn. „Zwar weist der Mai aufgrund der Feiertage regelmäßig niedrigere Finanzierungsvolumina auf, saisonbereinigt bleibt das aktuelle Niveau aber ebenfalls schwach. Eine plausible Erklärung ist, dass der außergewöhnlich hohe Wert im März einen Teil der Finanzierungen aus den Folgemonaten vorweggenommen hat. Ob es sich tatsächlich um vorgezogenes Geschäft handelt, lässt sich derzeit allerdings noch nicht belastbar belegen.“


