Einkommensentwicklung

Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes sind die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,1 % gesunken.

Bruttojahresverdienst sinkt im Jahr 2020 auf durchschnittlich 52.464 €

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im Jahr 2020 inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 52.464 € brutto.

Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 gehen die Nominallöhne im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zurück. Die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung 2020 war stark durch den vermehrten Einsatz von Kurzarbeit im Zuge der Corona-Krise beeinflusst: Kurzarbeit reduziert die bezahlte Wochenarbeitszeit und damit den Bruttomonatsverdienst. Wenngleich das Kurzarbeitergeld die Verdiensteinbußen für viele Beschäftigte abgefedert hat, ist es eine Lohnersatzleistung und kein Verdienstbestandteil. Daher wird es in den Verdienststatistiken nicht erfasst.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Nominallöhne um 0,7 %, die Verbraucherpreise legten um 0,5 % zu.

Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste (Statistisches Bundesamt)

Index der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmern in Deutschland

Jahr

Quartal

Index

2019

Q4

111,4

2020

Q1

110,8

2020

Q2

106,2

2020

Q3

109,6

2020

Q4

110,9

Quelle: Statistisches Bundesamt, Veröffentlichung „Indizes der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmern in Deutschland - Erbbaurecht -“

Anmerkung: Seit der Veröffentlichung der Indizes für das 1. Quartal 2009 werden die Ergebnisse (rückwirkend bis zum 1. Quartal 2007) auf der Grundlage der Systematik der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) ausgewiesen, d.h. der Wirtschaftszweig Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung wurde genauso aufgenommen wie Beamte in den Wirtschaftszweigen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung und Erziehung und Unterricht.

Erbbauzinsanpassungen seit Umstellung der Arbeitnehmerverdienste in 2008

Aus Verbraucherpreisindex und Einkommensindex lässt sich die Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse ableiten, die für die Anpassung von Erbbauzinsen bedeutend sind. Bis zur Umstellung der Statistik der Arbeitnehmer in 2008 wurde hierzu zumeist auf die Indizes der Angestelltenverdienste in Industrie und Handel und auf die Indizes der Arbeiterverdienste im produzierenden Gewerbe zurückgegriffen. An die Stelle dieser Indizes ist der neue Index der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste im produzierenden Gewerbe getreten (siehe auch Gante, J.: Einfluss der neuen Statistik für Arbeitnehmerverdienste auf Erbbauzinsanpassungen, immobilien & bewerten 2/2008, S. 84 ff.).

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