Baupreisindex

Die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Indizes für Bauleistungspreise stellen die Entwicklung der Preise für den konventionell gefertigten Neubau ausgewählter Bauwerksarten des Hoch- und Tiefbaus sowie für Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden dar. In der Wertermittlung werden diese benötigt, um die Normalherstellungskosten an die Preisverhältnisse am Wertermittlungsstichtag anzupassen.

Baupreise für Wohngebäude im Mai 2021 um 6,4 % im Jahresvergleich gestiegen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes stieg der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) in Deutschland im Mai 2021 um 6,4 % gegenüber Mai 2020. Grund dafür ist vor allem die erhöhte Nachfrage nach Bauholz im In- und Ausland, die eine Preiserhöhung bei Zimmer- und Holzbauarbeiten um 28,5 % zur Folge haben. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist das der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber einem Vorjahr seit Mai 2007 (+ 7,1 % gegenüber Mai 2006). Im Vergleich zum Februar 2021 erhöhten sich die Baupreise im Mai 2021 um 3,6 %.

Die Neubaupreise für Bürogebäude sowie für gewerbliche Betriebsgebäude stiegen binnen Jahresfrist um 6,2 % bzw. 6,6 %. Im Straßenbau legten die Preise um 2,4 % gegenüber Mai 2020 zu.

Aktualisierte Baupreisindex-Programmtabelle für Sprengnetter ProSa, ProBel und AKuK

Aktuelle Baupreisindizes für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude

Jahr/Monat

2000 = 100

2010 = 100

2015 = 100

2020 Februar

151,4

130,1

117,2

2020 Mai

152,0

130,7

117,7

2020 August

148,7

127,8

115,1

2020 November

149,3

128,4

115,6

2021 Februar

156,0

134,1

120,8

2021 Mai

161,7

139,0

125,2

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 4.
Hinweis: Die Indizes zum Basisjahr 2000 = 100 und 2010 = 100 wurden durch Umbasierung der amtlichen Indizes zum Basisjahr 2015 = 100 berechnet.

Landes-Baupreisindizes

Verweise zu den jeweiligen Seiten der zuständigen Statistischen Landesämter:

Baden-Württemberg

Berlin und Brandenburg

Bayern

Hessen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Saarland

Sachsen-Anhalt

Sachsen

Thüringen

Hinweis: In den übrigen Bundesländern werden derzeit keine Baupreisindizes veröffentlicht.