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Wohnimmobilien auch in 2017 stark gefragt: Die Richtung der Preise zeigt weiter nach oben

Die Preisdynamik für Wohnimmobilien in Deutschland hält rekordverdächtig an – sowohl in Metropolregionen als auch in ländlichen Gebieten. Von 2016 auf 2017 haben die neuerlichen Anstiege überwiegend flächendeckend über Deutschland stattgefunden.

Von 2016 auf 2017 sind die Preise für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser rekordverdächtig gestiegen. Der durchschnittliche Preisanstieg bei den Ein- und Zweifamilienhäusern hat sich zum Vorjahr um +2,5 Prozentpunkte auf +8,8 % erhöht. Das bedeutet den höchsten jemals gemessenen Anstieg seit Beginn der Messungen 1987. Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Entwicklung der Mehrfamilienhäuser wieder, die einen ähnlich kräftigen Preisanstieg erfahren haben. Sie sind abermals gestiegen und liegen mit +8,1 % den Einfamilienhäusern dicht auf den Fersen. Die Preise der Eigentumswohnungen haben sich im Bundesdurchschnitt um +7,3 % verteuert. Das entspricht einem leichten Minus von -0,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr, übertrifft aber weiterhin den 5-Jahres-Durchschnitt (+6,0 %).

Der Blick auf die flächenhafte Entwicklung in Deutschland zeigt eine Änderung gegenüber den Vorjahren. Sind zu Beginn der starken Preisanstiege, etwa im Jahr 2011, noch die Metropolen und die nachgefragten Städte die Spitzenreiter in den Entwicklungen gewesen, konnten die sehr starken Ausschläge spätestens im letzten Jahr vor allem im Umland gemessen werden. In den beiden vergangenen Jahren zuvor sprachen wir von Wellenbewegungen, mit denen sich die Spitzen der Preisentwicklungen über das Land hinweg bewegten. Die aktuellen Daten belegen nun, dass die neuerlichen Anstiege mehrheitlich flächendeckend über Deutschland stattgefunden haben.

Die Ergebnisse aus dem Sprengnetter-Immobilienmarktmonitoring 2017 verdeutlichen, dass sich die drei gemessenen Teilmärkte der Wohnimmobilien weiterhin homogen nach oben entwickeln. Ein Ende des Aufwärtstrends ist derzeit nicht abzusehen. Damit zeigt die aktuelle Studie, dass eine messbare Trendwende (noch) nicht erkennbar ist und Wohnimmobilien weiterhin ein begehrtes Gut sind.

Das Sprengnetter-Immobilienmarktmonitoring (S-IM) misst Preisschwankungen von Wohnimmobilien in Deutschland. Beobachtet werden die Teilmärkte Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser. Die Preisentwicklungen werden für den Zeitraum ab 1987 (in den neuen Bundesländern ab 1990) gemessen. Die Untersuchungen erfolgen jährlich, die Preisindizes beziehen sich jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres. Das Sprengnetter-Immobilienmarktmonitoring 2017 deckt kritische Marktschwankungen feingranular auf und ermöglicht es, die Werte großer Immobilien-Portfolios über einen Zeitraum von 1987 bis 2017 fortzuschreiben.