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Sprengnetter Immobilienmarktmonitoring: Stärkere Preisanstiege im Umland von Metropolen

Der Anstieg der Immobilienpreise setzt sich in Deutschland auch 2019 weiter fort. Das zeigt das aktuelle Immobilienmarktmonitoring von Sprengnetter. Allerdings ist das Wachstum etwas weniger stark ausgeprägt als im Vorjahr. Lag der durchschnittliche Preisanstieg für Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser in den vergangenen beiden Jahren noch bei durchschnittlich 8,2 Prozent, betrug er 2019 nur 6,7 Prozent. Ein Ende des Aufwärtstrends ist damit aber noch nicht in Sicht.

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren. Für Käufer stellt das eine Herausforderung dar, für Verkäufer sind es rosige Aussichten. Aber entwickeln sich die Preise gleichbleibend oder liegt Veränderung in der Luft? Wie sieht dabei das Verhältnis von Stadt und Land aus? Und gibt es regionale Unterschiede? Antworten auf diese Fragen gibt das Sprengnetter-Immobilienmarktmonitoring, das seit 2014 jeden Herbst die Lage in Deutschland analysiert. Insgesamt lässt sich von einer gleichförmigen Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in Deutschland sprechen. Bei Betrachtung der Fünf-Jahres-Mittelwerte zeigt die Studie, dass die Teilmärkte sich homogen entwickeln und die Preissteigungen anhalten. Auffallend im aktuellen Monitoring ist, dass die Immobilienpreise besonders stark im weiteren Umfeld von Metropolen ansteigen. Hier liegen sie mehr als zehn Prozent über dem Vorjahresniveau. Ursache dafür dürfte vor allem sein, dass in den Großstädten das Angebot an bezahlbarem Wohnraum erschöpft ist und der Bedarf nicht mehr abgedeckt werden kann.

Berlin besitzt Strahlkraft auf ganz Brandenburg

Beispiel Berlin: Wurden die Top 10 der Regionen mit den stärksten Preisanstiegen für Einfamilienhäuser 2018 noch von den Regionen Südbayerns dominiert, sind sie 2019 im Berliner Umland gebündelt. Die Hauptstadt besitzt eine große Strahlkraft auf den weiteren Metropolenraum und das gesamte Bundesland Brandenburg. Als Weltstadt mit internationalem Flair ist Berlin zum Wohnen und Arbeiten extrem beliebt. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten, aber besonders auch im internationalen Vergleich, konnte die Spreemetropole in der Vergangenheit noch mit günstigen Preisen locken. Doch die Zeiten sind vorbei. Die Preise in der Stadt sind seit 2010 mit jährlich rund 13 Prozent wesentlich stärker und schneller angestiegen als die Einkommen, die im selben Zeitraum jährlich um rund 2,6 Prozent gestiegen sind. Die Preise befinden sich auf einem so hohen Niveau, dass sie sich prozentual gesehen geringer verändern, während die wachsende Nachfrage im Umland die Preise hier in die Höhe treibt. In der Folge ergeben sich daraus große Preissteigerungen im Osten Deutschlands über alle Teilmärkte hinweg.Einen Umschwung könnte der Mietendeckel bringen. Der Berliner Senat hat das entsprechende „Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung“ im Oktober auf den Weg gebracht. Bereits jetzt gibt es erste Anzeichen, dass der Mietendeckel den Preisanstieg in Berlin stark bremst beziehungsweise die Preise für Mietshäuser sogar rückläufig sind. Sprengnetter wird den Effekt in seinem Immobilienmarktmonitoring genau beobachten und analysieren.Sprengnetter misst die Preisschwankungen von Wohnimmobilien in Deutschland in seinem Immobilienmarktmonitoring anhand der Entwicklung von Bodenrichtwerten, Miet- sowie Kaufpreisen. Die Daten sammelt der Experte für Immobilienbewertungen bereits seit 1987 und ist so in der Lage, eine langfristige Übersicht für 875 Auswerteregionen über die letzten 32 Jahre zu geben. Beobachtet werden die Teilmärkte Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser. Die Untersuchungen erfolgen jährlich, sobald Mitte des Jahres die benötigten Daten zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring

JK