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Immobilienwirtschaft: Branche investiert verstärkt in Digitalisierung

Eine aktuelle Studie zeigt, dass 91 Prozent der Befragten neue Geschäftsmodelle im Zuge der digitalen Transformation umsetzen wollen. Die laufenden Kosten seien dabei nur für etwa ein Drittel der Immobilienunternehmen ein Problem.

Immer mehr Unternehmen der Immobilienwirtschaft investieren einen signifikanten Anteil ihres Jahresumsatzes in Maßnahmen zur Umsetzung der eigenen Digitalisierungsstrategie. Das zeigt die dritte Digitalisierungsstudie des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss und EY Real Estate. Vier Prozent der etablierten Unternehmen investieren bereits mehr als 20 Prozent des Umsatzes in diesem Bereich, 10 Prozent zwischen 5 und 20 Prozent.

Die Finanzierungsbereitschaft gerade für die laufenden Kosten ist mehrheitlich vorhanden. Das bestätigen 67 Prozent der Studienteilnehmer. Die Budgets beträfen nicht nur neue digitale Lösungen, sondern auch das eigene Personal. Fehlende personelle Ressourcen seien nach wie vor die größte Herausforderung im Bereich Digitalisierung. 74 Prozent der Befragten messen diesem Punkt eine hohe Bedeutung zu.

Die mehr als 300 Umfrageteilnehmer aus der Immobilienwirtschaft rechnen zudem damit, dass vermeintliche Zukunftstechnologien für sie zu einem deutlich früheren Zeitpunkt relevant werden als lange vermutet, so eine Aussage der Studie.

Es werde vermehrt in Blockchain, Robotics und Intelligenz investiert, allerdings würden die Fortschritte aber bislang eher in teilautomatisierten Prozessen etwa in der Beleg- und Anfragenbearbeitung und der Immobilienbewertung sichtbar. Nicht einmal jedes zehnte befragte Immobilienunternehmen zählt sich bereits zur digitalen Speerspitze. Immerhin sei das Verständnis für das Thema deutlich gereift. Der Umfrage zufolge war jenes Verständnis im Vorjahr nur bei 39 Prozent der Unternehmen ausgeprägt, nun hingegen bei 91 Prozent. Die Einschätzungen der Unternehmen zum eigenen digitalen Wandel seien zunehmend realistisch.