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10.12.2009 | Marktinformationen

Inflationsrate seit Juni 2009 erstmals wieder im Plus

Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im November 2009 gegenüber November 2008 um 0,4% gestiegen. Damit lag die Inflationsrate gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex seit Juni 2009 erstmals wieder im positiven Bereich.

Verbraucherpreis- und Mietenindex 2009-11

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Im November 2009 wirkte sich die Preisentwicklung der Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) leicht dämpfend auf die Inflationsrate aus. Energie verbilligte sich insgesamt um 2,5% gegenüber November 2008. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate bei +0,7% gelegen. Im Jahresvergleich wurden bei der Haushaltsenergie deutliche Preisrückgänge bei Gas (-18,7%) sowie bei Heizöl (-14,9%) beobachtet. Binnen Jahresfrist verbilligten sich auch die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (-8,6%). Eine gegenläufige Preisentwicklung wurde weiterhin für Strom (+5,8%) ermittelt. Erstmals seit einem Jahr (November 2008) lagen auch die Kraftstoffpreise im Schnitt mit +5,6% wieder über denen des Vorjahres (darunter Superbenzin: + 9,6%; Dieselkraftstoff: − 6,2%).

Im November 2009 waren Nahrungsmittel 2,2% billiger als ein Jahr zuvor. Langlebige Gebrauchsgüter wiesen weiterhin eine eher moderate Preisentwicklung auf (-0,3%). Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich hier die Preise für einige Erzeugnisse der Unterhaltungselektronik (zum Beispiel Fernsehgeräte: -23,1%) sowie für Informationsverarbeitungsgeräte (Personalcomputer: -17,8%; Notebook: -11,7%) und für Gebrauchtwagen (-4,4%). Nennenswerte Preisanstiege binnen Jahresfrist wurden dagegen bei Tabakwaren (+ 5,5%) festgestellt.

Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2009 verringerte sich der Verbraucherpreisindex geringfügig um 0,1%. Auffällig war im November 2009 gegenüber Oktober 2009 der Preisanstieg bei Energie (+0,6%) und bei Nahrungsmitteln (+0,5%). Im Monatsvergleich erhöhten sich bei Energie die Preise für Mineralölprodukte um 1,9%. Heizöl kostete 0,5% mehr als im Vormonat, Kraftstoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 2,3% (darunter Superbenzin: +2,6%; Dieselkraftstoff: +1,2%). Bei Nahrungsmitteln waren deutliche Preisanstiege bei einigen Molkereiprodukten gegenüber dem Vormonat zu beobachten.


Die kompletten Zeitreihen (ab 1948) werden regelmäßig in Sprengnetter, Immobilienbewertung - Marktdaten und Praxishilfen, Kapitel 4.02 abgedruckt. Die aktuellsten Werte erhalten Sie in der Rubrik Marktdaten | Zeitreihen | Verbraucherpreise.

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