Newsletter abonnieren

Newsletter abonnieren

 

Aktuelle Seminare

23. - 24.03.2012 - Bad Lippspringe (Nähe Paderborn)

P(GIS) Prüfung: Geprüfter Sachverständiger, GIS



14.07.2009 | Marktinformationen

Weniger Zwangsversteigerungen im 1. Halbjahr 2009

Die Zahl der zwangsversteigerten Immobilien ist im ersten Halbjahr 2009 zurückgegangen - und mit ihr die Verkehrswerte.

An den deutschen Gerichten wurden verglichen mit dem ersten Halbjahr 2008 rund 45 000 Zwangsversteigerungstermine anberaumt, ein Rückgang von 2,8 Prozent, teilte der Fachverlag Argetra mit. Die Summe der Verkehrswerte belief sich auf 7,71 Milliarden Euro, ein Minus von 3,8 Prozent. "Wenn sich die schwächelnde Konjunktur weiter fortsetzt, bleibt ein Anstieg der Zwangsversteigerungen unausweichlich. Dies wird frühestens 2010 spürbar", sagte Geschäftsführer Winfried Aufterbeck.

In der Statistik gibt es Ausreißer nach oben und unten: In Hamburg ist die Zahl der Termine um knapp 45 Prozent in die Höhe geschnellt, gleichzeitig hat sich der durchschnittliche Verkehrswert pro Objekt um rund 63 000 Euro auf 373 000 Euro erhöht. In Berlin nahmen die Termine um fast ein Fünftel ab, der objektbezogene Verkehrswert liegt dort bei leicht erhöhten 292 000 Euro. In der Hauptstadt gingen die Immobilien aufgrund starker Nachfrage weg - "eine Sondersituation", schreibt der Verlag.

Die neuen Länder seien in der Betrachtung der absoluten Zahlen nicht mehr Spitzenreiter in der Zwangsversteigerungs-Statistik. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich dort ein Rückgang der Termine um rund sechs Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern lag es mit Minus zwölf Prozent noch darüber, ebenso in Thüringen mit Minus zehn Prozent. Werde die Anzahl der Termine pro 100 000 Einwohner zugrunde gelegt, dann seien aber beispielsweise die Termine in Sachsen trotz eines Rückgangs von sechs Prozent noch immer fast vier Mal so hoch wie in Baden-Württemberg, teilte der Verlag mit.

Auch in Schleswig-Holstein (plus 2,5 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 3,4 Prozent) kamen mehr Versteigerungstermine zustande. Im Saarland, in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen gab es nur geringfügige Veränderungen. Die versteigerten Objekte sind zu gut je einem Drittel Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Gewerbeimmobilien.

Quelle: dpa

Diese Seite druckenDruckansicht