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News

10.08.2010

Die Rheinschiene lebt!

Der Grundstücksmarkt in Nordrhein-Westfalen wird wesentlich von dem Rheinland getragen. Rd. 68% des Geldumsatzes entfallen auf diese Region. Bevorzugt werden Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Wohnungseigentum bei (leicht) sinkenden Preisen gehandelt.  [mehr...]

16.07.2010

Bestandsimmobilien im Aufwind

Mit 2,72 % Steigerung legt der Hauspreisindex der Hypoport AG für Bestandsimmobilien im Juni 2010 im Vergleich zum Vormonat stark zu. Auch die Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen; Eigentumswohnungen hinken dieser Entwicklung leicht hinterher.  [mehr...]

09.07.2010

Baupreise im Mai 2010 um 1,0% gegenüber Vorjahresquartal gestiegen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (DESTATIS) stieg der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) in Deutschland im Mai 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 1,0%.  [mehr...]

28.06.2010

Weniger Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr 2010

Im 1. Halbjahr 2010 ist die Zahl der Versteigerungstermine an den Amtsgerichten um 2,5 Prozent zurückgegangen. Das teilte der Fachverlag Argetra mit.  [mehr...]

28.06.2010

Deutsche Banken haben europaweit die meisten Problemkredite

Das Volumen der Problemkredite deutscher Banken ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hatten die inländischen Institute Ende 2009 so genannte "Non-Performing Loans" (NPL) im Nominalwert von annähernd 213 Milliarden Euro in ihren Büchern.  [mehr...]

02.06.2010

Trotz ausgeprägter regionaler Unterschiede bleiben Immobilien eine attraktive Investition

Insgesamt ist der Immobilienmarkt in Sachsen-Anhalt von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise weitgehend unberührt. Dabei sind regionale Unterschiede unübersehbar. Hierfür seien die Ursachen aber vielmehr in strukturellen Herausforderungen, etwa durch die demographische Entwicklung oder den Angeboten von Arbeitsplätzen, zu suchen.  [mehr...]


BBR-Immobilienpreisanalyse


Ausgangssituation und Auftrag

In Deutschland gibt es bisher keine amtliche Statistik, die bundesweit und regionalisiert über das Niveau und die Entwicklung der Immobilienpreise berichtet. Für einen der bedeutendsten volkswirtschaftlichen Bereiche fehlt es somit an elementaren Grundlageninformationen. Dies steht im Kontrast zu dem sehr differenzierten, öffentlich zugänglichen Informationsangebot auf der lokalen Ebene durch die Gutachterausschüsse.

Auf der Grundlage des Baugesetzbuches sammeln die lokalen Gutachterausschüsse
Kaufpreisinformationen aus allen Kaufverträgen. Damit besteht prinzipiell eine sehr gute Ausgangslage zur Gewinnung flächendeckender Preisinformationen für den Gesamtmarkt wie für einzelne Marktsegmente. Viele Städte und diejenigen Bundesländer, in denen die Informationen bereits zentral bei den oberen Gutachterausschüssen zusammengeführt werden, demonstrieren in ihren Marktberichten die mögliche Bandbreite an Auswertungen aus dieser Quelle. Da es jedoch kein gesetzlich geregeltes bundesweites Melde- bzw. Erfassungssystem gibt, wird eine Preisbeobachtung auf Bundesebene erschwert.

Im Rahmen eines Ressortforschungsprojektes des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sollte ein Konzept entwickelt werden, die Informationstiefe und -breite der bisherigen Erhebungen des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) bei den Gutachterausschüssen auszuweiten. In dem Projekt sollen Gutachterausschüsse zur Mitarbeit in einem Berichtskreis gewonnen werden, um bundesweit vergleichbare Informationen über die Entwicklung der Kaufpreise unterschiedlicher Teilmärkte in Deutschland bereitstellen zu können. Sprengnetter Immobilienbewertung wurde Ende 2006 beauftragt, hierzu ein geeignetes Erhebungsdesign zu entwickeln. Die Preisstatistik soll über den Forschungszeitraum hinaus durch das BBR fortgeführt werden. „Wir erhoffen uns durch die Immobilienpreisanalyse differenziertere und vergleichbare Informationen zur Beurteilung bundesweiter und regionaler Marktentwicklungen. Vor dem Hintergrund der Veränderungen der Märkte bieten verlässliche Eckwerte einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Entscheidungen aller Marktteilnehmer“, so Matthias Waltersbacher, zuständiger Referatsleiter im BBR.

Zusammenfassung

Ausgehend von der Beschreibung des Inhalts und der Art der Datenhaltung hat Sprengnetter Immobilienbewertung eine Analyse des bei den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte (GAA) abrufbaren Datenpotenzials anhand vorliegender Grundstücksmarktberichte vorgenommen. Kernelement dieser Studie ist auftragsgemäß die Weiterentwicklung des bisherigen BBR-Fragebogens zur Abbildung der Bauland- und Immobilienmärkte zu dem neuen BBR-Erhebungsraster, da der bisherige Fragebogen für eine umfassende Schaffung von Markttransparenz im Sinne der Anforderungen an ein Preisinformationssystem nicht ausreichend war.

Als Grundlage für die Weiterentwicklung des BBR-Fragebogens wurden zunächst aktuell vorhandene (bundesweite) Analysen über Immobilienpreise, die die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse als Datengrundlage verwenden, beschrieben und kritisch auf Stärken und Schwächen analysiert. Zudem wurden die inhaltlichen Anforderungen verschiedener Akteure an ein Immobilienpreisberichtssystem erhoben.

Aufbauend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen wurde differenziert die Methodik der zukünftigen Datenerhebung durch das BBR beschrieben und ein neues Erhebungsraster entwickelt. Dieses wurde im Rahmen eines Pre-Tests bei ausgewählten Gutachterausschüssen im Oktober 2007 einem „Härtetest“ in der Praxis unterzogen. Der Pre-Test verfolgte dabei verschiedene Ziele. Zum einen wurde getestet, ob es erforderlich ist, für verschiedene siedlungsstrukturelle Märkte unterschiedliche Daten abzufragen. Zum anderen sollte die bundesweit abrufbare Datentiefe ermittelt werden.

Das Erhebungsraster wurde anhand der aus dem Pre-Test gewonnenen Erkenntnisse sowie Anregungen der Gutachterausschüsse zu dem neuen BBR-Erhebungsraster weiterentwickelt und abschließend mit Vertretern der (Oberen) Gutachterausschüsse, des Deutschen Städtetags und der Wissenschaft in einem Expertenworkshop im März 2008 in Bonn diskutiert.

Parallel zur Entwicklung des neuen Erhebungsrasters wurden erste Schritte für Kooperationen zwischen dem BBR und den Oberen Gutachterausschüssen bzw. dem Deutschen Städtetag auf den Weg gebracht. Hierdurch soll zukünftig eine Rationalisierung der Arbeiten für alle Seiten ermöglicht werden.

Das neue BBR-Erhebungsraster wurde August 2008 an nahezu alle GAA in der Bundesrepublik versendet. Der Rücklauf und die Ergebnisse der Umfrage 2008 haben erwiesen, dass sich die Kaufpreissammlungen der GAA als Grundlage für das BBR-Immobilienpreisberichtssystem eignen. Von 430 befragten GAA haben gut 270 das neue BBR-Erhebungsraster vollständig bzw. auch nur tlw. ausgefüllt an das BBR zurückgesandt. Diese Rücklaufquote von fast zwei Dritteln ist als Erfolg zu werten.

Allerdings wurden in der Masse vor allem die vergleichsweise einfach zu ermittelnden Umsatzdaten übermittelt. Preisdaten zu unbebauten und bebauten Grundstücken sowie zu Eigentumswohnungen konnten dagegen weniger häufig angegeben werden. Insofern wird auch der aus dem Pre-Test gewonnene Eindruck bestätigt, dass mit einer jährlichen BBR-Umfrage erwartungsgemäß nicht unmittelbar ein bundesweit flächendeckendes Ergebnis erzielt werden kann. Vielmehr sind Hochrechnungsmodelle erforderlich, welche die Berechnung der Immobilienpreise bzw. der Immobilienpreisentwicklungen auf der Basis von Stützpunkten für ganz Deutschland ermöglichen.

Preise für Eigentumswohnungen, BJ 1990-2004
Preise für Wohnungseigentum, Baujahr 1990 bis 2004

Originalgröße
In 2008 wurde die neue BBR-Umfrage erstmalig durchgeführt. Somit lagen für die Analyse nur Daten aus einem Berichtsjahr vor und damit sind auch keine zeitlichen Vergleiche zu den Vorjahren möglich. Aus diesem Grund wurden im Rahmen dieser Forschungsstudie ausschließlich Hochrechnungsmodelle entwickelt und getestet, mit denen die absoluten Immobilienpreise einzelner Teilmärkte für alle Kreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik Deutschland ermittelt werden können. Die Ergebnisse der Analysen haben gezeigt, dass Immobilienpreise auf der Basis unterschiedlicher Informationen mit vertretbarer statistischer Sicherheit hochgerechnet werden können.

Insgesamt hat sich in diesem Forschungsprojekt gezeigt, dass mit den Daten der GAA eine geeignete Basis für das BBR-Immobilienpreisberichtssystem gelegt werden kann. Lücken in der Befragung können durch die entwickelten Hochrechnungsmodelle geschlossen werden.

Stand

Das Forschungsprojekt wurde nach rund zweijähriger Bearbeitungszeit im November 2008 abgeschlossen.

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